Stimmzettelmodul Betriebssicherheit Technisches

Bei der Entwicklung von PC-Wahl wurde größter Wert auf die Datensicherheit gelegt. Die Gefahr von Eingabefehlern ist durch integrierte Sicherheitsprüfungen auf ein Minimum reduziert. Durch das spezielle Datenbankkonzept sind selbst bei technischen Pannen Datenverluste kaum noch möglich. Die Stabilität der Datenbank hat sich inzwischen bei vielen tausend Wahleinsätzen bewährt.

Die Software wird im internen Netzwerk installiert (Fileserver), die Zugriffsrechte auf die Installation werden durch den Systemadministrator geregelt.

Indexfreies Datenbankkonzept:

Die PC-Wahl-Datenbank ist eine speziell für den Zweck der Wahlabwicklung konzipierte Binärdatenbank, die keinerlei Treiber und Zubehördateien benötigt, wodurch alle hiermit verbundene Fehlerquellen eliminiert werden. Die Ergebnisse werden in einer index- und somit wartungsfreien Datei verwaltet. Jeder Erfassungsvorgang bezieht sich ausschließlich auf einen einzigen Datensatz, der Rest der Ergebnisdatei bleibt unangetastet. Selbst bei einem Stromausfall während eines Schreibvorganges könnte daher lediglich ein Datensatz verloren gehen. Er würde zudem nicht in die Berechnung eingehen, da erst nach einem erfolgreichen Speichervorgang ein Stimmbezirk als "erfasst" gekennzeichnet wird. Prüfsummen stellen zusätzlich sicher, dass beschädigte Datensätze nicht in die Berechnung einfließen könnten.

Dateisynchronisation:

Die Synchronisationsfunktion ermöglicht es, eine oder mehrere Kopien einer Wahlergebnisdatei mit dem Original automatisch abzugleichen. Eine synchronisierte Datei kann auf einem lokalen Laufwerk abgelegt sein. Wenn eine lokal abgelegt Sicherungsinstallation von PC-Wahl besteht und die lokale Kopie der Wahlergebnisdatei mit dem (Server-)Original synchronisiert wird, ist im Falle eines Netzwerkproblemes die Wahlabwicklung (Erfassung und Präsentation) sofort lokal fortsetzbar.
Durch die Synchronisationsfunktion kann zudem eine im Erfassungszugriff befindliche Wahldatei von Lesezugriffen entlastet werden, indem für die Präsentation synchronisierte Wahldateikopien genutzt werden. Auch das Kombinieren verschiedener Netzwerke (per FTP) oder Netzwerkbereiche wird unterstützt.

Doppelerfassung (lokal und auf dem Server):

Wenn PC-Wahl parallel auf der lokalen Festplatte und dem Server installiert ist, kann das Programm so konfiguriert werden, dass es Ergebnisse gleichzeitig lokal und zentral abspeichert. Bei Netzwerkproblemen kann sofort auf einen dezentralen (lokalen) Betrieb mit Datenaustausch per USB-Stick umgeschaltet werden. Nach dem Wiederherstellen der Netzwerkverbindung ist zudem der automatisierte Nachtrag der lokal erfassten Bezirke in die zentrale Serverdatenbank möglich.
Somit könnte am Wahlabend selbst während eines Netzwerkzusammenbruches der Mehrplatzbetrieb in Form einer verteilten Erfassung und zentralen Ergebnisermittlung und -präsentation garantiert werden.
Dieses Szenario, das glücklicherweise noch nie eintrat, wurde in Massentests erfolgreich durchgespielt.

Automatisierte Wahldatensicherung:

Die Backupfunktion von PC-Wahl kann als automatischer Task gestartet werden, der in festen Zeitabständen sämtliche Wahlergebnisdateien in ein vordefiniertes Verzeichnis sichert.

Temporäre Auslagerungsdateien:

Bei Bedarf kann bei der Präsentation mit temporären Wahldateikopien gearbeitet werden. Hierbei werden Wahlergebnisdateien vor Lesezugriffen automatisch auf die lokale Festplatte kopiert und alle folgenden Zugriffe finden nur auf diese lokale Datei statt. Nach Ergebniserfassungen wird sie automatisch aktualisiert. Die Auslagerungsmethode bewirkt eine Geschwindigkeitssteigerung und vermeidet Serverüberlastungen. Zugleich dienen die lokalen Kopien als Datensicherung.
Das Programm bietet zudem die Möglichkeit, komprimierte Wahldateikopien für die Auslagerung zu nutzen und Mindestzeiträume zwischen Auslagerungsvorgängen zu definieren, so dass bei der Nutzung langsamer Einwählleitungen Kapazitätsprobleme auf ein Minimum reduziert werden können.

Logsystem:

Im Logsystem werden die individuellen Zugriffsrechte jedes Anwenders definiert und ein anwenderbezogenenes Passwort festgelegt. Anwender können das Recht erhalten, das eigene Passwort zu ändern.
Die interne Nutzerverwaltung dient primär zur Regelung der internen Organisation, da der Zugriff auf die Software vom Systemadministrator über Netzwerkfreigaben geregelt wird.

Kontrollmonitor:

Alle Zugriffe und Vorgänge werden sofort in der Logdatei eingetragen. Über einen Kontrollmonitor kann der aktuelle Status jedes eingeloggten Nutzers abgefragt werden.

Protokolldatei:

Alle Erfassungsvorgänge werden mit Datum und Uhrzeit in einer Vorgangsdatei festgehalten. Diese Datei kann vom Administrator ausgewertet werden.

Summenprüfungen:

Bei der Ergebniserfassung greifen zahlreiche Fehlerprüfungen, die die Eingabe fehlerhafter Ergebnisdaten verhindern. Vor dem Start der Erfassung verhindert eine zusätzliche Prüfung, dass verschiedene Personen versehentlich denselben Stimmbezirk erfassen.

Prüfsummen:

Um Stimmbezirksverwechslungen bei der Erfassung zu vermeiden, können aus den vorhandenen Stimmbezirksnummern Prüfsummen errechnet und vor einer Erfassung automatisch abgefragt werden.

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